Studium generale - 18. Semester - Dienstagabend

Der "rote Faden" in diesem Semester:
Blicken wir seit dem letzten Wahlkampf in die USA, erscheinen uns als Europäer viele Dinge schwer verständlich. Wir versuchen in diesem Semester, eine bestimmte uns fremde amerikanische "Mentalität", abgebildet im Parteiensystem der USA, historisch herzuleiten und für uns zugänglicher zu machen. eine "Schwäche für starke Männer" scheint aktuell nicht nur in den USA zu existieren, sondern auch in Russland oder der Türkei. Das Konzept des "autoritären Charakters" wollen wir deshalb unter die Lupe nehmen.
Freiheit und Willensfreiheit - wie kann dies in persönlichen Demenz-Erkrankungen funktionieren? Diese Vorlesung setzt das Thema "Demenz" im voran gegangenen Semester weiter fort.
Ein aktuelles Thema, das Räume auslotet, ist die Stadtbaugeschichte vom 19. bis ins 20. Jahrhundert. Welches Menschenbild geht hier einher mit welchen Bau-Perspektiven? Und - Was können wir vom Süden lernen hinsichtlich Solidarität von Menschen in Krisengebieten? Diese Frage stellt der Kurator der Documenta 14 in Kassel und Athen und lässt sie mit künstlerischen Mitteln beantworten.


Stadtbaugeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute
Die Geschichte des Städtebaus beginnt schon im 8. Jahrtausend vor Chr., sie reicht bis zu den Mega-Cities des 20./21. Jahrhunderts. Wir steigen Ende des 19. Jahrhunderts ein, als die Idee der Gartenstadt in Reaktion auf das Leben in den großen Städten entstand. Siedlungen der frühen Moderne, utopische Planungen, Le Corbusiers Städtebautheorien, Werkbundsiedlungen und Wiener Gemeindebauten führen uns in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Bauhaus in Dessau baut sozial und erstmals industriell. Gigantomanische Planungen in der Zeit des Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg unterbrechen die Ideen modernen Wohnens. Der Wiederaufbau der 50er Jahre knüpft an die Idee der durchgrünten Stadt an, nach dem Motto "Stadtpark - Parkstadt". Die Gegenwart hat neue Prämissen: Gentrifizierung, Verdichtung und die Auflösung der Städte in die Region. Prominentes Beispiel um aktuelle Stadtplanungen unter Beachtung von Verkehr, Stadtgrün, Tourismus, Bürgerbeteiligung darzustellen, ist das "Kunstareal München".

Dr. Kaija Voss, Architekturhistorikerin
Di., 7.3., 14.3., 21.3., 28.3., 4 x, 19.00 - 21.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3


Der Krieg der Zukunft geht ums Wasser?
Essen und Trinken müssen wir alle. Problematisch ist, dass die Nachfrage nach Wasser, Energie und Ernährung stark steigt. In vielen Regionen der Welt nimmt besonders die Verfügbarkeit von Wasser ab. Die Auseinandersetzungen sind vielfältig. Sie reichen von Kämpfen um neue Trinkwasserbrunnen zwischen Bauern in trockenen Regionen bis hin zu der gezielten Zerstörung von Staudämmen im Krieg. Im Nahen Osten, in Indien, Afrika, Südamerika und Asien gibt es ernsthafte Konflikte um die Wassernutzung. Wie entwickeln sich Stabilität und Sicherheit in diesen Regionen? Werden die Kriege im 21. Jahrhundert nicht mehr um Öl, sondern um Wasser geführt?

Dipl. Pol. Michael Jörger
Di., 4.4., 25.4., 2 x, 19.00 - 21.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3


Gesellschaft und Politik der USA
1.) Von der Revolution bis Donald Trump – Schlaglichter auf die Geschichte der USA (02.05.)
2.) Das US-Parteiensystem im Umbruch (23.05.)
3.) Die "neue alte" Rechte in den USA, Rassismus, Tea Party und Alt-Right (30.05.)

Dominik Tomenendal M.A., Politikwissenschaftler
Di., 2.5., 23.5., 30.5., 3 x, 19.00 - 21.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3


Gehirnforschung - Stichwort Willensfreiheit
Nach einer kurzen Einführung in die Gehirnforschung wenden wir uns folgenden Fragen zu: Zwingen uns die Ergebnisse der Hirnforschung, die Willensfreiheit für eine Illusion zu halten? Falls ja, welche Folgen zöge das nach sich? Im Rahmen dessen gehen wir genauer auf den Begriff der Willensfreiheit ein. Die Verständnisweisen werden wir am Beispiel dementieller Erkrankungen bedenken.

Dr. Judith Tech, Philosophin
Di., 9.5., 16.5., 2 x, 19.00 - 21.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3


Die Schwäche für die starken Männer: Das Konzept des autoritären Charakters
Selten in der Nachkriegszeit war die Begeisterung für politische Kraftmeier so groß wie heute. Doch woher rührt die Schwäche für die starken Männer, wie sie in Europa ebenso grassiert wie in den USA, Russland oder der Türkei? Einen sozialpsychologischen Erklärungsansatz dazu liefert das Konzept des autoritären Charakters, das auf die Frankfurter Schule zurückgeht. Von Erich Fromm vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus entwickelt, versucht es den Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Entwicklung und psychischer Anfälligkeit für die autoritäre Versuchung aufzudecken. Der Kurs zeichnet die Kerngedanken des Konzepts und seine Weiterentwicklung in Theodor W. Adornos Studien zum autoritären Charakter nach, um von dort aus aktuelle Forschungsarbeiten in den Blick zu nehmen.

Fabian Schmidt M.A., Philosophie und Politikwissenschaft
Di., 20.6., 4.7., 11.7., 3 x, 19.00 - 21.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3


Documenta 14 - die Weltausstellung zeitgenössischer Kunst
Die alle fünf Jahre statt findende Documenta, Weltausstellung zeitgenössischer Kunst in Kassel, hat sich von ihrem Beginn an, also seit 1955, jeweils aktuellen politischen Fragestellungen gewidmet. Was uns 2017 erwartet: dass die etablierte Kasseler Schau zum ersten Mal in ihrer Geschichte nicht allein in Kassel stattfindet, sondern auch in Athen. Dieser Ort steht stellvertretend für "den Süden", um dessen Konzept die Documenta 14 kreist. "Von Athen lernen" lautet dann auch die Brücke, die die beiden Standorte der Weltausstellung verbindet. Athen sei laut Kurator Adam Szymczyk ein "Labor", ein Raum für Blickwechsel und künstlerische Experimente. Es wird auf der Documenta 14 um Dinge gehen wie Solidarität zwischen den Menschen, um einen solidarischen Umgang mit Krisensituationen, um Überlebensmechanismen. Wie diese Themen künstlerisch umgesetzt werden, erfahren Sie in dieser Vorlesung.

Barbara Sporrer M.A.
Di., 27.6, 1 x, 19.00 - 21.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3



Die Dozenten im 18. Semester am Dienstagabend:

Dr. Kaija Voss, Architekturhistorikerin
Dipl. Pol. Michael Jörger
Dominik Tomenendal M.A., Politikwissenschaftler
Dr. Judith Tech, Philosophin
Fabian Schmidt M.A., Philosophie und Politikwissenschaft
Barbara Sporrer M.A., Italianistik und Kunstgeschichte


Informationen:
ab Di. 7.3., 19.00 - 21.00 Uhr, 15x
max. 25 Teiln., EUR 125,- , Paarermäßigung: 110,- EUR/Pers.
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3

Beginn:Dienstag, 07. März 2017
Ende:11. Juli 2017
Uhrzeit:von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Dauer:15 Termine

Dipl. pol. Michael Jörger
Nummer:10002
Ort:
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3
Gebühr:
125,00 €
Paarermäßigung: 110,- EUR/Pers., zzgl. Materialkosten
Dieser Kurs kann nicht mehr online gebucht werden. Bitte erfragen Sie unter 089 / 66 54 76 - 10 ob eine Teilnahme noch möglich ist.
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