Studium generale - 18. Semester - Dienstagvormittag

Der "rote Faden" in diesem Semester:
Eine Fortsetzung der Reihe "Die Außenpolitik der USA" geht bis ins Heute, in die ersten Regierungstage des neuen US-Präsidenten Trump. Bewusst haben wir diesen Überblick ergänzt mit der Frage nach dem Konzept des "autoritären Charakters", der gerade hoch im Kurs zu stehen scheint, blickt man z.B. neben den USA auch auf Russland oder die Türkei.
Speziell zu unserem Semesterthema "Wasserwelten - Lebenswelten" fragen wir nach der Ressource Wasser und ihrer abnehmenden Verfügbarkeit in vielen Regionen der Welt. Welche entscheidende Rolle spielt Wasser in der Weltpolitik? Wird sie zu einem Gradmesser für Krieg oder Frieden?
Welche Veränderungen im naturwissenschaftlichen Weltbild im 20. Jahrhundert prägen uns auch in Hinblick auf die atomare Welt, ebenfalls ein Kontext für Krieg oder Frieden. Mit ähnlichen Fragestellungen setzen sich Künstler auf der bevorstehenden Documenta 14 auseinander, wenn es um Solidarität zwischen Menschen in Krisensituationen geht.
Die Geschichte der Landvermessung in Bayern verbindet historische und technische Perspektiven und wird dem Interesse für Bayerns Geschichte im Kurs gerecht.


Der Krieg der Zukunft geht ums Wasser?

Essen und Trinken müssen wir alle. Problematisch ist, dass die Nachfrage nach Wasser, Energie und Ernährung stark steigt. In vielen Regionen der Welt nimmt besonders die Verfügbarkeit von Wasser ab. Die Auseinandersetzungen sind vielfältig. Sie reichen von Kämpfen um neue Trinkwasserbrunnen zwischen Bauern in trockenen Regionen bis hin zu der gezielten Zerstörung von Staudämmen im Krieg. Im Nahen Osten, in Indien, Afrika, Südamerika und Asien gibt es ernsthafte Konflikte um die Wassernutzung. Wie entwickeln sich Stabilität und Sicherheit in diesen Regionen? Werden die Kriege im 21. Jahrhundert nicht mehr um Öl, sondern um Wasser geführt?

Dipl. Pol. Michael Jörger
Di., 7.3., 14.3., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3


Entstehung, Grundlagen und Weiterentwicklung der Landesvermessung und des Katasters in Bayern

An drei Abenden führt der Dozent in die Landesvermessung Bayerns ein. Folgende Inhalte werden behandelt:
- Bayern - das erste exakt vermessene Land Europas,
- Die Anfänge der Landesvermessung in Bayern,
- Die große Aufgabe, ein Land und Millionen Grundstücke zu vermessen,
- Landvermesser - Ingenieurgeografen - Trogometer - Topographen - Geometer - Geodäten,
- Von der Vermessung zur Karte,
- Zeit der Konsolidierung und neue Aufgaben,
- Der große Umbruch - elektronische Messinstrumente, EDV, GPS.
Zum Abschluss führt Herr Klaus Zaglmann am 25. April von 10.00 - 12.00 Uhr durch die Ausstellung im Landesamt für Vermessung und Geoinformation in der Alexandrastraße 4, München.

Fritz Riegel, Technischer Oberamtsrat a.D.
Di., 21.3., 28.3., 4.4., 25.4. (Exkursion), 4 x, 10.00 - 12.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3


Die Außenpolitik der USA seit Ende des Kalten Krieges

Die Vorlesung setzt das Thema des letzten Semesters fort und widmet sich der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart. Wie gestaltete sich die amerikanische Außenpolitik nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und welche neuen Herausforderungen stellten sich für die nun alleinige Supermacht? Im Mittelpunkt stehen hierbei vor allem die amerikanische Nahostpolitik und der Krieg gegen den Terror. Neben einer ersten Bilanz der Außenpolitik unter der Präsidentschaft Barack Obamas werden wir auch auf mögliche Veränderungen unter dem neu gewählten Präsidenten Donald Trump eingehen und diese diskutieren.

Jonas Anderson M.A., Amerikanische Geschichte
Di., 2.5., 9.5., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3


Die Schwäche für die starken Männer: Das Konzept des autoritären Charakters

Selten in der Nachkriegszeit war die Begeisterung für politische Kraftmeier so groß wie heute. Doch woher rührt die Schwäche für die starken Männer, wie sie in Europa ebenso grassiert wie in den USA, Russland oder der Türkei? Einen sozialpsychologischen Erklärungsansatz dazu liefert das Konzept des autoritären Charakters, das auf die Frankfurter Schule zurückgeht. Von Erich Fromm vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus entwickelt, versucht es den Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Entwicklung und psychischer Anfälligkeit für die autoritäre Versuchung aufzudecken. Der Kurs zeichnet die Kerngedanken des Konzepts und seine Weiterentwicklung in Theodor W. Adornos Studien zum autoritären Charakter nach, um von dort aus aktuelle Forschungsarbeiten in den Blick zu nehmen.

Felix Kaspar M.A. Philosophie
Di., 16.5., 23.5., 30.5., 3 x, 10.00 - 12.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3


Der Wandel des Weltbildes im 20. Jahrhundert

Die Naturwissenschaften haben einen dramatischen, aber letztlich noch nicht vollzogenen Wandel des Weltbildes bewirkt. Am deutlichsten ist dieser wahrscheinlich im Bereich der Astronomie; am schmerzvollsten in der Änderung des menschlichen Selbstbildes durch die Erkenntnis der Evolution. Am wenigsten erfasst ist die veränderte Sicht auf die atomare Welt, die gewaltige technische Neuerungen nach sich zog.
Einige dieser wichtigen Änderungen im naturwissenschaftlichen Weltbild sollen diskutiert werden.

Norbert Steigenberger, Dipl.-Physiker
Di., 20.6., 4.7., 11.7., 3 x, 10.00 - 12.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3


Documenta 14 - die Weltausstellung zeitgenössischer Kunst
Die alle fünf Jahre stattfindende Documenta, Weltausstellung zeitgenössischer Kunst in Kassel, hat sich von ihrem Beginn an, also seit 1955, jeweils aktuellen politischen Fragestellungen gewidmet. Was uns 2017 erwartet: dass die etablierte Kasseler Schau zum ersten Mal in ihrer Geschichte nicht allein in Kassel stattfindet, sondern auch in Athen. Dieser Ort steht stellvertretend für "den Süden", um dessen Konzept die Documenta 14 kreist. "Von Athen lernen" lautet dann auch die Brücke, die die beiden Standorte der Weltausstellung verbindet. Athen sei laut Kurator Adam Szymczyk ein "Labor", ein Raum für Blickwechsel und künstlerische Experimente. Es wird auf der Documenta 14 um Dinge gehen wie Solidarität zwischen den Menschen, um einen solidarischen Umgang mit Krisensituationen, um Überlebensmechanismen. Wie diese Themen künstlerisch umgesetzt werden, erfahren Sie in dieser Vorlesung.

Barbara Sporrer M.A.
Di., 27.6., 1 x, 10.00 - 12.00 Uhr
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3


Die Dozenten im 18. Semester am Dienstagvormittag:

Dipl. Pol. Michael Jörger
Fritz Riegel, Technischer Oberamtsrat a.D.
Jonas Anderson M.A., Amerikanische Geschichte
Felix Kaspar M.A., Philosophie
Norbert Steigenberger, Dipl.-Physiker
Barbara Sporrer M.A., Italianistik und Kunstgeschichte

Informationen:
ab Di. 7.3., 10.00 - 12.00 Uhr, 15x
max. 25 Teiln., EUR 125,- , Paarermäßigung: 110,- EUR/Pers.
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3

Beginn:Dienstag, 07. März 2017
Ende:11. Juli 2017
Uhrzeit:von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Dauer:15 Termine

Nummer:10001
Ort:
Ortszentrum, Hofmarkweg 7, vhs-Raum 3
Gebühr:
125,00 €
Paarermäßigung: 110,- EUR/Pers., zzgl. Materialkosten
Dieser Kurs kann nicht mehr online gebucht werden. Bitte erfragen Sie unter 089 / 66 54 76 - 10 ob eine Teilnahme noch möglich ist.
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